Das Erstellen von Videos für ein globales Publikum

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Eine der effektivsten und flexibelsten Arten der Kommunikation mit einer Zielgruppe ist das Video, sei es für Marketing, Informations- oder Bildungszwecke.

Automobilhersteller und andere multinationale Unternehmen, deren Produkte auf vielen verschiedenen Märkten angeboten werden, brauchen Inhalte, die Kunden weltweit ansprechen.

In diesem Artikel soll erläutert werden, welche Vorteile die Kommunikation via Video bringt, welche Faktoren bei der Erstellung von Videoinhalten für ein globales Publikum beachtet werden müssen, und wie wir bei PHM unsere Expertise nutzen, um die Wirkung und Effektivität der Videoinhalte unserer Kunden zu maximieren, bei kleinstmöglichen Kosten und optimierter Projektleitung.

Das Erstellen von Videos für ein globales Publikum

Auf dem globalen Markt müssen Produktinhaber sicherstellen, dass ihre Inhalte  ein größtmögliches Publikum erreichen, aber auch, dass die Erstellung dieser Inhalte kostengünstig ist.

In den meisten Fällen bedeutet das, dass ein Inhalt zentral erstellt wird, der dann an die verschiedenen Märkte gesendet wird.

Verschiedene Sprachen, kulturelle Unterschiede und die Eigenheiten der lokalen Märkte machen jedoch eine alleinige Verwendung eines uniformen Inhalts schwierig.

Lokale Märkte werden möglicherweise vor eine schwere Wahl gestellt: Man kann entweder den Inhalt unverändert verwenden, oder vor Ort Ressourcen finden, um den Inhalt an lokale Bedürfnisse anzupassen, oder ihn einfach überhaupt nicht verwenden.  Keine dieser Möglichkeiten ist aus einer Marketing-Perspektive gesehen ideal; entweder werden die erstellten Inhalte gar nicht verwendet, oder sie werden angepasst, ohne dass der Produktinhaber einen direkten Einfluss auf die Markenbildung hat.

Ist es auf Grund dessen überhaupt möglich, ein einziges Video für das gesamte globale Publikum zu erstellen?  Kurz gesagt – wenn man vorausdenkend plant, JA!

Wenn ein Videoinhalt mit Sorgfalt und Expertise erstellt wird, ist es möglich, dass nicht nur ein globales Publikum für den beabsichtigten Zweck erreicht wird, sondern es kann sogar ein Mehrwert geschaffen werden.

Hauptüberlegungen

Beim Erstellen von jeglichen Informationsmedien sind folgende Schlüsselpunkte zu beachten:

 

Wer

ist die Zielgruppe?

Was

ist das zu erreichende Ziel?

Wo

wird die Information zu sehen sein?

Je präziser die Antworten zu diesen Fragen sind, desto zielgerichteter und effektiver werden die Inhalte sein.

Es muss jedoch auch eine Abwägung stattfinden, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass es auf diese Fragen jeweils nur eine Antwort gibt. Es ist tatsächlich kontraproduktiv, die Zielgebung zu eng zu fassen, da dies die kreative Freiheit einschränkt und verhindert, dass Inhalte auch für andere Zwecke verwendet werden können. Um den größtmöglichen Nutzen aus den erstellten Inhalten zu gewinnen, sollte man daher die Fragen wie folgt modifizieren:

  1. Wer ist die primäre Zielgruppe, wer die sekundäre Zielgruppe? Was ist deren respektiver Wissensstand?

  2. Was ist das Hauptziel des Informationsinhaltes? Welche anderen Nutzwerte gibt es?

  3. Wo wird der Informationsinhalt primär gezeigt? An welchen Endpunkten wäre er auch nutzbar?

Eine klare Definition der Hauptziele, und eine Ermittlung weiterer Zusatznutzen, tragen dazu bei, die Investitionsrentabilität der Informationsinhalte wesentlich zu erhöhen.

Es ist außerdem wichtig, in Betracht zu ziehen, dass der größte Teil einer globalen Zielgruppe nicht Englisch als Muttersprache spricht. Zudem variieren die Spezifikationen von komplexen und variablen Produkten wie Kraftfahrzeugen auf verschiedenen lokalen Märkten sehr stark. Wie kann man unter diesen Umständen Inhalte, die häufig sehr komplex sind, einer globalen Zielgruppe vermitteln?

Unsere Strategie

Wir bei PHM gehen jedes unserer Projekte mit der gleichen Einstellung an: es gibt kein allgemein gültiges Universalkonzept.

Wir besprechen die Ziele und Probleme mit unseren Kunden, um maßgeschneiderte Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen und trotzdem nicht die Produktionswerte oder die Flexibilität der Inhalte beeinträchtigen. Wir haben Experten in didaktischer Gestaltung, die zusätzlich die Zugänglichkeit der Informationsinhalte optimieren.

Beispiel 1

Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Arbeit mit Volvo. Es ging darum, der Zielgruppe die Eigenschaften und Vorteile der Technologien der neuen Fahrzeugplattform näherzubringen.

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Von Beginn des Projekts an war es klargestellt, dass die Videoinhalte von Kunden sowie Händlern zur Demonstration und zum Training verwendet werden würden,  dass sie auf allen Märkten zugänglich sein würden und so viele Endpunkte wie möglich erreichen sollten – Social Media, Webseiten, Fernsehen, Ausstellungen, Messen, Autohändler, Pressemappen etc.

Eine Schlüsselbedingung war,  dass die Inhalte auf allen Märkten ohne weitere Anpassungen verwendbar sein mussten; und da geplant ist, die Fahrzeugplattform in der Zukunft mit neuen Fahrzeugen und neuen Technologien zu erweitern, mussten die Inhalte zu verschiedenen Modellen passen.  

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Diese Vorgaben haben den Design-Prozess maßgeblich beeinflusst. Da Volvo großen Wert auf den Verbrauchernutzen legt, haben wir sowohl Fahrer als auch Passagiere visuell dargestellt. In unserer Darstellung sind diese Figuren  menschlich und drücken Gefühle aus, haben aber keinerlei ethnische Charakteristika. Spezifisch schwedische Werte wurden durch die ausgewogene Geschlechterrepräsentation wiedergespiegelt.

Da es nicht möglich war, ein bestimmtes Automodell zu verwenden, haben wir entschieden, auch ein neutrales Auto-Exterieur zu kreieren. Das stellte uns vor eine große Herausforderung, der wir mit viel Enthusiasmus entgegentraten.

Das Modell musste  zwar erkennbar von Volvo sein, aber nicht EIN Volvo. Wir kombinierten die Charakteristika verschiedener Modelle, indem wir uns auf generelle Designmerkmale bezogen und realistische Proportionen wahrten. Es war nicht einfach, auf diese Weise ein Modell zu schaffen, dass nicht weniger als die Summe seiner Teile war. Es freut uns sagen zu können, dass wir diese Aufgabe erfolgreich bewältigt haben.

Schließlich wurde die Entscheidung getroffen, die Eigenschaften des Modells ausschließlich visuell zu erklären. Durch den Verzicht auf den Gebrauch von Sprache – als Text oder VoiceOver  - war es nicht nötig, die Inhalte zu übersetzen oder zu lokalisieren,  und es gab den zusätzlichen Vorteil, dass das Video an Orten eingesetzt werden kann, an denen Ton unerwünscht ist, wie zum Beispiel  einem Digital Signage Bildschirm oder bei Ausstellungen.

Dieser Angang stellt ein Team vor Herausforderungen, besonders wenn es darum geht, nuancierte Vorteile oder hochkomplexe Funktionen visuell zu beschreiben. Aber diese Herausforderungen resultieren in einem Endprodukt, das effizient produziert wurde und sich durch die Flexibilität seiner Assets auszeichnet.

Das Ergebnis des Projektes ist eine Reihe von Animationen, die zu den meistgebrauchten und kostengünstigsten Assets von Volvo zählen. Die Tatsache, dass diese Animationen heute in einem weitaus größeren Rahmen als geplant verwendet werden, so zum Beispiel in Fahrberichten, Fernsehwerbung, Neuwagentests, und sogar in digitalen Bedienungsanleitungen, zeigt die Flexibilität des Produkts.


Beispiel 2

Das zweite Beispiel ist unser Projekt mit Kia. Hier haben wir einen anderen Angang benutzt, weil es bei der Zielsetzung darum ging, den Käufern die Funktionen der Autos zu erklären, und deren Vorteile zu erläutern. Bei diesem Projekt wurde daher ein Voice Over verwendet, da eine gesprochene Erklärung detailliert eine Vielzahl von komplexen Informationen vermitteln kann, ohne den Betrachter von der visuellen Erklärung abzulenken. 

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Da diese Videos notwendigerweise länger sind, haben sie eine bestimmte Abfolge: Die Vorteile, die Nutzung, die Warnhinweise. So kann die Zielgruppe – potentielle Käufer, die sich über das Auto informieren wollen, oder Käufer, die sich mit den Funktionen ihres neuen Autos vertraut machen wollen – die gewünschten Informationen schnell finden.

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Dieses System funktioniert auch beim Training von Autohändlern. Im Kundengespräch kann die gewünschte Information schnell gefunden werden. Die Videos können zusätzlich auch zur Illustration von Funktionen, die schwierig in der Verkaufssituation zu demonstrieren sind, verwendet werden. 

Letztendlich wurden die einzelnen Einstellungen im Video länger als notwendig gelassen, damit es bei der schon am Anfang des Projektes geplanten Übersetzung in andere Sprachen nicht zu Problemen kommt.     

 

Die Synchronisation hat sich als effizienter als Untertitel herausgestellt, da Untertitel von der visuellen Darstellung ablenken. Untertitel können außerdem den Eindruck erwecken, dass anderssprachige Märkte nicht als Priorität angesehen werden.

 

Fazit

Das Erreichen einer globalen Zielgruppe muss nicht schwierig oder kostenaufwändig sein.

Es ist möglich, mit Videos eine weitaus größere Zielgruppe zu erreichen, ein breites Spektrum von Nutzungsmöglichkeiten abzudecken und ein optimiertes Kosten-Nutzen- Verhältnis zu erreichen, wenn Lokalisierung nicht als zweitrangig betrachtet wird.

Die Kommunikation ohne Sprachgebrauch ermöglicht eine große Flexibilität des Gebrauchs des Produktes und hat den Vorteil, dass ein Videoinhalt global eingesetzt werden kann. Die Synchronisation komplexerer Inhalte, für deren Vermittlung sprachliche Erklärungen unabdingbar sind, zeigt, dass lokale Märkte als gleichwertig angesehen werden.

Wir haben bei PHM eine reiche Erfahrung im Planen. Das bedeutet, dass eine großer Teil unseres Budgets zur Sicherung hoher Qualitätsstandards verwendet werden kann, die sicherstellen, dass Ihre Informationsinhalte  aus der Masse des Informationsangebots herausragen. 

Für mehr Informationen schreiben Sie bitte an info@phm.co.uk oder rufen Sie an: +44 207 613 6700 und fragen Sie nach Nigel Richards, der sich darauf freut, mit Ihnen zu besprechen, wie Komplexes einfach gemacht werden kann.